Wenn Worte nicht mehr ausreichen – eine Stoppkarte kann helfen!

Ständige, sich wiederholende Diskussionen mit Kindern kennen viele Eltern, Erzieher, Pädagogen, Lehrer und co. Die Art dieser Wortwechsel und deren Ergebnis ist meist für das Kind und auch den Erwachsenen unerfreulich und wenig ertragsam. Meist gehen die Diskussionen um Themen, die auf der Erwachsenenebene besprochen oder beschlossen werden. Um diese Diskussionen schneller zu beenden und nicht in Streitigkeiten ausarten zu lassen, kann eine Stoppkarte hilfreich sein. Natürlich sollte mit dem Kind der Einsatz der Stoppkarte vorher besprochen werden:

  • Die Stoppkarte wird 1-2 Mal vorher angekündigt, bevor sie dem Kind gezeigt wird.
  • Wenn die Karte gezeigt wird, dann muss eine Konsequenz folgen – nämlich das Beenden der Diskussion, das Rausgehen aus der Situation. Das Kind kann dann z.B. für eine kurze Zeit in sein Zimmer gehen. Hilfreich ist es, wenn die Zeit genau festgelegt ist und für das Kind ersichtlich ist. Es gibt *Sanduhren mit unterschiedlichen Zeiteinheiten, die erfahrungsgemäß sehr nützlich sind. Sollte die Auszeit nicht ausreichen, kann natürlich noch eine andere Konsequenz folgen, z.B. das Kürzen der Medienzeit oder Ähnliches. Wichtig ist, dass die Konsequenz auch tatsächlich eingehalten wird.
  • Ziel ist es, dass die Stoppkarte überflüssig wird.

So können Stoppkarten aussehen:

stopEgal, ob ein Stoppschild oder eine rote Karte, die Stoppkarte kann frei gestaltet werden. Vielleicht auch mit dem Kind zusammen. Am Besten bastelt man die Karte mehrfach, damit sie für beide Elternteile oder für alle Erzieher zugänglich ist.

Wenn die Karte *einlaminiert wird, hält sie länger und kann einfach in der Hosentasche transportiert werden, denn so ist sie immer verfügbar.

Schon ist die Karte fertig und kann zum Einsatz kommen. Die Karte sollte natürlich nicht bei jeder kleinen Diskussion eingesetzt werden. Vorher sollte wohl überlegt werden, welche Diskussionen unterbunden werden und warum. Hat das Kind hier ein Mitspracherecht oder ist es etwas was auf der Erwachsenenebene diskutiert werden sollte? Es braucht immer etwas Zeit, wenn neue Regel etabliert werden. Also, nicht sofort aufgeben, wenn die Karte nicht sofort funktioniert.

Die Stoppkarte kann man auch gut in Verbindung mit einem Belohnungsplan einsetzten.

Hier findest du noch mehr aus dem Bereich der sozial-emotionalen Entwicklung.

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